Das ist em²

Aus unserem Logbuch – damals und heute.

em² Segeltechnik

Die em² Segeltechnik hat ihren Ursprung schon in den 80er Jahren. Die Flexibilität der Faltboote hat uns begeistert. Ab in den Urlaub mit der Yacht im Kofferraum. Die alten Segel von Opas Dachboden genügten bald nicht mehr. Das Boot bekam einen zweiten Mast, die Masten wurden höher und die Segel größer, Ausleger wurden nötig. Der Falter wurde passend (K)Enterprise getauft. Er segelte immer besser, wir wurden mutiger und segelten bei Regatten mit. Anfänglich belächelt, erarbeiteten wir uns den Respekt der “Segelprofis”, auf dem Wasser war oft erst ungläubiges Staunen und dann der Daumen nach oben zu sehen.

Auf den Faltboottreffen wurde die (K)Enterprise bestaunt, denn viele Faltbootfahrer haben zum Boot Segel. Tipps und Tricks wurden ausgetauscht und Detaillösungen abgeschaut. So entstand die Idee für Faltbootesegel-Bastelworkshops. Wir wollten den Leuten helfen, ihre vorhandene Segeltechnik zu optimieren. Mit der Zeit wurde klar, wie leichtsinnig Paddler:innen ans Segeln herangehen und wir boten auch Segelkurse an.

Die Idee eigene Segeltechnik herzustellen entstand während eines Workshops 2012 an der Müritz: Einer der Teilnehmer sagte: „Ich will sowas auch wie die(K)Enterprise, nur ein bisschen kleiner. Könnt ihr mir das bis nächstes Jahr bauen?“ Die Faltbootsegel UG wurde im Februar 2013 gegründet und wir entwickelten eigene Segeltechnik. Als erstes entstand unser Rollreff.

Inzwischen sind wir em² und die Produktpalette umfasst Segeltechnik für Kajaks und Kanadier in vielen Variationsmöglichkeiten, je nach Bedarf. Wir stellen sehr hohe Ansprüche an unsere Produkte, sowohl technisch als auch ästhetisch. Entwickelt und produziert wird in Deutschland.

Unsere Passion
Ungetrübte Segelfreude für unsere Kund:innen

Der Maßstab:
Dauer des Grinsens der Segler: in nach dem Törn

em² Segelcampus

Über die Jahre entstand eine Community von begeisterten Kanuseglern, die beständig wächst. Wir suchten einen Ort für eine Begegnungsstätte und wurden am Strelasund fündig. In den nächsten Jahren wird hier der em² Segelcampus entstehen. Die Lage ist perfekt, der Strelasund ein tolles Segelrevier. Hier wollen wir den Spirit von Seemannschaft erlebbar machen, respektvoll, gemeinsam, nachhaltig und naturverbunden. Von Paddel- und Segelneulingen bis hin zu Yachtsegler:innen begleiten wir alle, die Segeln lernen oder ihre Fähigkeiten verbessern wollen.

Das em² Team

Bert

Die Liebe zum Wasser und zur Natur wurde mir in die Wiege gelegt. Schon mit einem Jahr war ich bei den Wasserwanderungen meiner Eltern, vorn im Faltboot, dabei.

 

Mit sieben Jahren machte ich meinen ersten Segelschein. Als Jugendlicher segelte ich begeistert auf Jugendwanderkuttern, machte auf ihnen meine Ausbildung zum Jugendleiter und segelte mit 17 als Skipper mit Jugendlichen Wandertouren über die Ostsee. Ich erwarb weitere Segelzertifikate und mit 18 legte ich den Seeküstenschifferschein (SKS) ab. Seither habe ich auf vielen Meeren tausende Seemeilen gesegelt. Aber die kleinen Boote haben es mir angetan. Das Segeln mit Paddelbooten ist eine sehr wackelige Angelegenheit, man hat direkten Kontakt zum Wasser und segelt richtig schnell.

Ingo

Paddeln war für mich in der Jugend schon wichtig. Mit 18 Jahren kaufte ich mein erstes Faltboot, das war ein echtes Abenteuer: planwirschaftlich organisiert waren Faltboote im Erzgebige vorrätig, also mit dem Trabbi nach Annaberg Buchholz fahren und in der dortigen SpoWa (DDR-sprech: Sportwarengeschäft) abholen. Seither bin ich jeden Sommer mit dem Faltboot unterwegs. Während Ausbildung, Studium und auch später organisierte ich Paddeltouren für Freunde, um meine Begeisterung am Paddeln und Draußensein weiterzugeben. Schon in dieser Zeit nutzen wir jede Gelegenheit den Wind für uns arbeiten zu lassen. Egal ob Regenschirm oder Plane, wenn er günstig stand wurde gesegelt.

Die Faszination der Fortbewegung mit Windkraft hat mich seither nicht mehr losgelassen und vor etwa 20 Jahren packte mich das Segelfieber. Ich lernte Segeln und beschäftigte mich intensiv mit Bootsbau und Segelphysik- das Maschinenbaustudium bildete eine gute Basis. Mein Traum war das schnellste Faltboot der Welt zu segeln und so entstand die (K)Enterprise.

Eckhard

Wie glänzten meine Kinderaugen, als mein Vater in den 70ern mit einem Faltboot ankam. Schon beim ersten Aufbau war ich eifrig dabei. Was man mit diesem Boot alles machen konnte! Paddeln, segeln und klein verpacken! So dauerte es nicht lange bis auch ich eines jener Boote mein Eigen nannte.

In meiner Ausbildungszeit zum Artisten war das Boot der geniale Anteil aktiver Entspannung. Nach drei Tagen im Boot hatte ich das Gefühl drei Wochen im Urlaub gewesen zu sein- welch ein Geschenk! Während einer solchen Tour improvisierte ich mit vorhandenem Material ein Segel weil der Wind gerade günstig stand. In den nächsten Jahren probierte ich alles, was an Segeln für Kajaks existierte. Mein geschulter Gleichgewichtssinn kam mir dabei sehr zu Gute. Aber irgendwann war es ausgereizt. In dieser Zeit lernte ich Ingo kennen. Er hatte so ziemlich die gleichen Erfahrungen gemacht und, baute an seiner (K)Enterprise. Ich war total begeistert. Die Chemie stimmte und mit Bert legten wir gemeinsam los.